Film und Diskussion: True Cost – Der Preis der Mode

Ein Pullover oder eine Hose für weniger als 10 Euro, ein Hemd für 5 – oft geht man in Kleidungsgeschäfte und ist begeistert, wie billig die neueste Mode bei uns zu haben ist. Doch wie kann es sein, dass Kleidung bei uns so wenig kostet?
Der Film „THE TRUE COST – Der Preis der Mode“ macht sich auf die Suche und verfolgt eindrucksvoll den Weg, den die Kleidung macht, bevor sie zu uns ins Geschäft kommt. Dabei wird die Ausbeutungskette deutlich, die hinter jedem einzelnen Kleidungsstück steckt aber hinter der Glamourwelt der Modeindustrie unsichtbar wird. Die erschütternde Wahrheit ist: die Kosten für unsere Kleidung bezahlen andere Menschen.
Die Vorführung des Films „The True Cost – der wahre Preis der Mode“ im ODEON Kino in Köln ermöglicht einen Einblick in die Produktionspraktiken der globalen Textil- und Bekleidungsindustrie, für viele die erste Konfrontation mit unbequemen Wahrheiten.
Die anschließende Diskussion mit Expert*innen der Branche soll die Auseinandersetzung mit den Produktionsbedingungen und unseren Konsumgewohnheiten vertiefen; außerdem sollen weitere Aspekte beleuchtet und diskutiert werden. Dabei werden unsere Konsumgewohnheiten ebenso angesprochen wie z.B. auch die Konsequenzen der FastFahion für die Nutzung und Entsorgung von Altkleidern. Außerdem wird thematisiert, dass sich die schwierigen Arbeitsbedingungen nicht nur in der Konfektion, sondern in allen Produktionsschritten finden.
Zur Diskussion geladen sind :
– Thomas Ahlmann: FairWertung, Dachverband der karitativen Kleidersammler
– Susanne Kupka: Frauenrechtsorganisation FEMNET e.V.
– Annika Cornelissen: Kampagne Modeprotest
– Marlies Binder: Green Guerillas, öko-fairer Kölner Einzelhandel
Moderation: Michaela Reithinger (Jecke Fairsuchung e.V.)
Gleichzeitig sollen die Zuschauer*innen nicht mit den aufgezeigten Problemen alleine gelassen werden, sondern die Möglichkeit bekommen, verbleibende Fragen zu klären. Dabei sollen Alternativen und Handlungsoptionen für Unternehmen, Politik und Konsumenten aufgezeigt werden. Die Marktmacht der Konsumenten kann durch tägliche Entscheidungen einen Wandel unterstützen.
Die Veranstaltung findet parallel zur Aktion „Klamottenkur“ statt. Diese verbreitet die Idee, dass eine Minimalgarderobe zum Alltagsmodell wird und einen sozial und ökologisch verträglichen Bekleidungswohlstand ausdrückt.
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Mit Unterstützung von FEMNET e.V. und KölnAgenda e.V.